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Couragierter Auftritt wird nicht belohnt. ATSV unterliegt mit 1:0 in Ettmannsdorf

von Florian Lausser

Couragierter Auftritt des ATSV wird nicht belohnt

 

Nach 90 Minuten couragiertem Kampf sah man erneut die Grün-Roten mit gesenkten Köpfen vom Platz schleichen. Doch diesmal war das Gefühl der Enttäuschung anders, als nach den Spielen in den Wochen zuvor, als man jeweils deutlich geschlagen vom Platz gehen musste – nein, diesmal war es die Enttäuschung über eine unnötige Niederlage. Unterm Strich bedeutet dies im ersten Augenblick trotzdem das Gleiche: keine Punkte. Andererseits zeigt das Endergebnis von 0:1 auch, dass man einem (zugegebenermaßen ersatzgeschwächtem) Topteam der Landesliga Probleme bereiten konnte, deutlich gesicherter in der Abwehr stand und durchaus (mit etwas mehr Glück) einen Punkt aus der Oberpfalz entführen hätte können.

 

Kelheims Stammtorhüter Busch war nicht einsatzfähig und wurde durch Tobi Gebhart vertreten. Tom Sommer's Knieprobleme zwangen ihn endgültig dazu, die „Schleich“ an den Nagel zu hängen. Wer Tom kennt, der weiß, wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen ist. Aber die Gesundheit geht vor! So fußballverrückt er auch ist und so sehr wir Tom als Leistungsträger in eh schon personell schwierigen Zeiten vermissen werden...

 

Die Anfangsphase des Spiels war ausgeglichen. Kelheim stand tief und entschärfte durch gutes Stellungsspiel jegliche Angriffsversuche des SC. Im Spielaufbau bei Ballbesitz haperte es jedoch. Zu oft musste die Kugel mit weiten Bällen nach vorne getragen werden – aber gut, so hielt man zumindest die Oberpfälzer vom eigenen Kasten fern. Ettmannsdorf's Dreh und Angelpunkt Ilhan Koc war schwer in den Griff zu bekommen. Er war immer in Bewegung, immer anspielbar und verteilte gut die Bälle. Koc war es in der 19. Minute, als er aus Verzweiflung einfach mal abzog und das Leder aus gut 25 Metern in den linken, oberen Winkel schoss. Tobi Gebhart im Kasten des ATSV sah dabei alles andere als glücklich aus. Er hatte eigentlich genügend Zeit, den Ball zu sichern, doch irgendwie schätzte er die Flugkurve falsch ein, sodass ihm die Kugel durch die Hände flutschte. Kelheim bemühte sich um den Anschlusstreffer, leistete sich im Spielaufbau aber zu viele Abspielfehler. Nachdem auch noch Lukas Schinn mit Muskelverletzung in der 32. Minute ausgewechselt werden musste (Tobi Ziegler kam für ihn ins Spiel), hatte kurz darauf Flo Fischer die größte Möglichkeit des ATSV im ersten Durchgang. Steilpass von Tobias Gerst auf Fischer, dessen Schuss aus halblinker Position im Strafraum knapp am langen Pfosten vorbei ging. Kurz vor Ende der ersten 45 Minuten verletzte sich auch noch Mustafa Lafci an der Schulter. Nach dem Seitenwechsel wurde er durch Dominik Schandri ersetzt.

 

Im zweiten Durchgang spielte Kelheim etwas offensiver. Ettmansdorf kam dadurch zu mehr Torchancen im Spiel. Ein richtiger Spielfluss sollte aber allgemein trotzdem nicht zustande kommen, da die Partie durch viele Fouls unterbrochen wurde. Aufmerksam mussten die Kelheimer bei Standardsituationen sein. Einmal köpfte Marco Seifert eine Freistoßflanke nur knapp über den Kelheimer Kasten. Seifert war es erneut, der in der 53. Minute richtig gefährlich vor dem Kelheimer Gehäuse auftauchte, doch Tobi Gebhart entschärfte den Schuss aus kurzer Distanz. Im Gegenzug hatte der ATSV zwei gute Möglichkeiten. Einmal durch Flo Fischer und einmal durch Dominik Schandri. Im Abschluss waren die Grün-Roten jedoch zu ungenau oder viel zu harmlos, sodass Schlussmann Ebner nicht wirklich gefordert war. Kelheims Bemühungen zum Ausgleichstreffer hielten bis zum Schlusspfiff an. Ettmannsdorf wechselte zur Stabilisierung der Abwehr in der 82. Minute den gesundheitlich angeschlagenen Ex-Profi Florian Tausendpfund ein. Letztlich hatte man noch zwei Gelegenheiten, aus der Distanz auf das Tor zu schießen, doch entweder machte man den einen Haken zu viel oder man wurde geblockt.

 

Coach Bernd Schinn bilanzierte nach dem Spiel: „Für mich war es ein Spiel auf Augenhöhe mit dem Gegner. Der SC Ettmannsdorf ist ein glücklicher Sieger, weil wir in der ersten Halbzeit einen entscheidenden Fehler in der Defensive gemacht haben. Insgesamt haben wir unglücklich und unverdient verloren“

 

Timo Studtrucker, Trainer des SC Ettmannsdorf, sah seine Heimmannschaft als verdienten Sieger: ,,Es war ein mühevoller Arbeitssieg gegen einen sehr defensiven Gegner, den wir so erwartet haben. Wir haben uns sehr viele Fehler im Aufbauspiel geleistet und waren nach vorne zu unentschlossen. Die Mannschaft hatte aufgrund der fehlenden Spieler einen Qualitätsverlust zu verkraften. Jedoch waren meine Spieler geduldig, sie haben ihre Chance genutzt und insgesamt völlig verdient gewonnen.“

 

Kelheims Reservemannschaft besiegte auswärts die Zweite Mannschaft des FC Leibersdorf mit 6:2 und sicherte sich so den 1. Platz in der Tabelle der AK Nord. Die Torschützen waren Nico Müller (2), Johannes Rabl (2), Ola Agboluaje und Oliver Patton.

 

Die Reserve grüßt also von der Tabellenspitze. Das Landesligateam von ganz unten...und die Aufgaben bis zur Winterpause werden nicht leichter. Nächste Woche begrüßen wir den Tabellen Dritten SV Etzenricht am Rennweg ehe es zum Ligaprimus DJK Ammerthal geht. Die Trauben hängen also ziemlich hoch.

 

Der Vorbericht dazu folgt wieder wie gewohnt am Mittwoch. Bis dahin.

 

Die Redaktion.

 

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