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Nachberichte Kirchroth und Seebach

von Florian Lausser

Ganze 6 Punkte waren an diesem verlängerten Wochenende in der Bezirksliga-West zu ergattern – 3 davon heimsten die GrünRoten ein. Jetzt stellt sich im Nachhinein die Frage, ob man sich freuen soll, weil man das Heimspiel am Sonntag gegen den starken TSV Seebach mit 4-1 gewann, oder doch sauer ob der unnötigen Niederlage (3-2) beim Mitaufsteiger SC Kirchroth.

 

Das Spiel am Freitag beim SC Kirchroth begann zunächst recht gut für unsere Farben. In der 17.Minute ging man nach einer tollen, direkt gespielten Ballstafette über 5 Stationen (Bugl zu Berkmüller zu Sommer zu Lafci zu Berkmüller) in Führung. In den Folgeminuten hatte man durchaus gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen, doch scheinbar wollte man an diesem Tag die Kugel ins Tor tragen.

Nach 20 Minuten musste die Partie für eine Viertelstunde unterbrochen werden, da ein Wolkenbruch über Kirchroth nieder ging. Nach der Unterbrechung waren unsere Jungs zwar körperlich, doch offenbar nicht geistig am Platz, denn durch unnötig schlechtes Stellungsspiel in der Viererkette legte man dem Heimverein quasi das 1-1 selbst auf. Torwart Gebhart (für den Rot gesperrten Busch im Tor) konnte beim Schuss von Julian Mauerer nichts machen. Kurz vor der Halbzeitpause dann doch wieder die ATSVler in Front. Musti Lafci spielt auf der rechten Seite seinen Gegenspieler aus, passt flach in den Strafraum, Domi Berkmüller nimmt ab und verwandelt zum 2-1. Abgesehen vom Ausgleichstreffer eine ganz passable Leistung der Mannen um Coach Wettberg.

 

Nach dem Pausentee kam der KSC mit viel Kampfgeist aus der Kabine. Die Redaktion warnte ja bekanntlich im Vorbericht schon vor dem großen Einsatzwillen der Straubinger Vorstädter. Mit viel Pressing und Fouls am Rande der Legalität (auffällig vor allem Martin Landeck) ließ man sich zunehmend den Schneid abkaufen. So eroberte sich der KSC mehr Feldanteile und kam schnell zu brandgefährlichen Torchancen. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fällt. Dass dann eine äußerst dubiose und strittige Strafstoßentscheidung des jungen Schiedsrichters Egner zum 2-2 führte, war um so ärgerlicher. Kapitän Christian Gottschalk bekam einen Ball auf die linke Brust, hatte sogar seinen Arm komplett angelegt, doch zur Überraschung aller Zuschauer ertönte der Elfmeterpfiff – und gipfelte sogar noch mit einer Gelben Karte für Gottschalk. Coach Wettberg sprach später von einer herben Fehlentscheidung. Selbst die KSC-Fans sprachen von einem Geschenk. Tobias Heindl verwandelte sicher zum 2-2. Nun stand das Spiel komplett auf der Kippe. Kelheim nur gelegentlich mit sauber vorgetragenen Angriffen – Kirchroth dagegen schnell im Konter und bissig. Und so kam es, wie es kommen musste. Der verunsicherte Gottschalk haut unbedrängt über den Ball, Sebastian Laumer bedankt sich, luchst den Ball ab und verwandelt in der 90. Minute zum 3-2 Sieg für die Hausherren.

 

Fazit: Kelheim schenkte zwei Gegentore unnötig her – der Schiedsrichter eines. Für Kirchroth sicherlich ein glücklicher Sieg, jedoch muss man den Jungs vom Gäuboden Respekt zollen. Sie gaben sich nie auf, zeigten großes Kämpferherz und nutzten konsequent unsere Fehler. Ihr anschließender Mannschaftsabend auf dem Gäubodenfest war bestimmt feucht-fröhlich.

 

Am Sonntag spielte dann der ATSV sein zweites Match innerhalb 48 Stunden. Der TSV Seebach kam mit seinen hochkarätigen Neuzugängen angereist. Wegen der Platzsperre im Stadion (wegen dem U17-Länderspiel am 12.09.) musste auf dem engen Trainingsplatz gespielt werden. Torwart Andy Busch hatte seine Rotsperre abgesessen und stand wieder im Kasten.

 

Seebach begann hervorragend. Früh setzten sie die GrünRoten unter Druck, zeigten Passsicherheit, störten unseren Spielaufbau schon vor der Mittellinie und ließ uns so gut wie gar nicht ins Spiel kommen. Folglich war das 0-1 in der 22. Minute für die Deggendorfer nur gerecht. Christoph Beck spielt im Mittelfeld einen Doppelpass und hebelt damit unsere Hintermannschaft aus, steht unbedrängt vor Keeper Busch und hat keine Mühe, den Ball flach ins lange Eck zu schießen. Vergeblich wartete man auf eine Antwort der „Gimmicks“. Bis zur Halbzeitpause sollte uns keine hochkarätige Torchance gelingen. Mit dem Seitenwechsel reagierte Coach Wettberg und brachte für Dominik Berkmüller Mustafa Lafci. Was man dann in den folgenden 45 Minuten zu sehen bekam, ließ das ATSV-Herz freudig höher schlagen. Wie komplett ausgewechselt traten die Kelheimer fortan auf. Die Halbzeitansprache muss deutlich gewesen sein, denn von nun an pressten die GrünRoten den Gast aus Seebach in ihre eigene Hälfte und zwangen den TSV zu Fehlern. Und so sollte schon in der 47. Minute der umjubelte Ausgleichstreffer durch Tobias Schlauderer mit einem Abstauber nach Eckball fallen. Seebach schien wie erstarrt. Weiter mit viel Dampf dagegen der ATSV. In der 60. Minute der Führungstreffer. Tobias Bugl spielt einen tollen Pass auf Lukas Schinn (hoher Pass über den Abwehrspieler), der unbedrängt vor dem Tor steht und ins lange Eck einschiebt. Der Jubel war gerade erst verstummt, da legten die Gimmicks gleich noch eine Bude nach. Florian Schinn war es diesmal, der Keeper Christian Wloch keine Chance ließ. Dieser Doppelschlag brach dem TSV das Genick. Dass in der 76. Minute wiederum Lukas Schinn das 4-1 mit einem Traumtor gelang (Heber mit dem Außenrist über den Torwart nach erneutem Doppelpass mit Bugl), war vielleicht das eine Tor zu viel des Guten.

 

Beide Halbzeiten zusammen genommen geht der Erfolg gegen Seebach schon in Ordnung. Diesmal haben wir die nötige Moral bewiesen und Kampfeslust gezeigt. Mit den ersten 45 Minuten darf man jedoch nicht zufrieden sein. Natürlich ist Seebach spielerisch Top und mit individueller Klasse bestückt. Dass man sich gegen einen solch starken Gegner auch mal schwer tut, ist klar. Warum wir zur Zeit jedoch so unterschiedliche Gesichter zeigen, ist rätselhaft.

 

Letztendlich also 3 Punkte an diesem Doppelspieltag. Die Redaktion meint, dass man durchaus auch 6 Punkte hätte mitnehmen können. Die Niederlage in Kirchroth war so unnötig wie ein Kropf. Möglicherweise aber tat es sogar gut, einen „vor den Latz“ zu bekommen. Zumindest hatten die Jungs am Sonntag die passende Antwort parat.

 

Zum nächsten Spieltag gegen den SV Frauenbiburg wird man aller Voraussicht nach stark ersatzgeschwächt antreten müssen. „Stutz“ Sommer, „Kiki“ Siller, Oli Patton, Patrick Rauner, Matthias Schlauderer und Dominik Berkmüller stehen nicht zur Verfügung. Die Personaldecke wird also recht dünn sein, wenn es gegen die Mannschaft aus dem Stadtteil von Dingolfing geht. Man kann erahnen, wie „erfreut“ Coach Wettberg ist...

 

FORZA ATSV

 

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